Unikat XX - William Kentridge und Unathi Mkonto

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Zum 20. Jubiläum unserer Unikat-Reihe widmet sich die neue Ausgabe William Kentridge, dessen Werk zwischen Zeichnung, Film, Performance und Skulptur eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt hat. Seit den späten 1980er-Jahren verbindet er persönliche und historische Perspektiven zu einer künstlerischen Praxis, die Erinnerungsräume öffnet und politische wie poetische Fragestellungen miteinander verschränkt – und damit zu einer prägenden Stimme der Kunst der letzten Jahrzehnte geworden ist. Begleitend zu seiner Doppelausstellung Listen to the Echo im Museum Folkwang Essen und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden führt die Unikat in seine Arbeitswelt in Johannesburg: Atelier, Weberei, Gießerei sowie das Centre for the Less Good Idea, wo Zweifel, Prozess und experimentelle Ansätze bewusst eine Rolle spielen. Im Mittelpunkt stehen neue, eigens für Unikat XX entstandene Trees-Zeichnungen, die als leise Meditationen über Erinnerung, Wachstum und Zeit erscheinen.

Den Wendetitel gestaltet Unathi Mkonto, eine jüngere künstlerische Position aus Südafrika und ein persönlicher Vorschlag von Kentridge. Seine aus Holz und Karton entwickelten skulpturalen Architekturen bewegen sich zwischen Konstruktion und Geste, Offenheit und Verdichtung – als Einladung, Raum und Material mit neuer Aufmerksamkeit zu betrachten.